Pfingsten 2010 in Wyhra mit Einweihung der zukünftigen Neuholländermühle auf dem Obersteiger
Mühlenfest whyra 2010
Bereits zum dritten Mal betreut der DAV Sektion Leipzig das Event „Abseilen aus dem Sackloch der Mühle“. Es war aber dieses Jahr etwas besonderes, weil der
Mühlenturm seinen eigentlichen Standort auf dem Obersteiger (höchste Erhebung von Wyhra) eingenommen hat.
Der vorgefertigte Mühlenturm wurde in drei Segmente zerlegt, die mit Tiefladern vom Betriebsgelände der Fa. Artelt auf den ca.1 km entfernt liegenden Stammplatz der Mühle gezogen wurden. Die
Haube muß nun noch mit dem Steert oder der Windrose sowie dem Flügelkreuz komplettiert und aufgesetzt werden. Durch die Galerie über dem Fundament ist eine
Galerieholländerwindmühle entstanden. In der
Galerie wurde ein gemütliches Cafe eingerichtet und die vier Etagen zeigen alte Mühlentechnik, ein kleines Uhrenmuseum und die vorbereitete Aufnahme der Kappe mit der Kraftübertragung auf die Königswelle. Die Komplettierung der Mühle wird 2011 abgeschlossen sein. In wunderschönen Kostümen eröffneten am Samstag 10 Uhr der
Mühlenbaumeister Gerhard Artelt und die Vereinsvorsitzende Frau Prof. Dr. Barbara Pustowoit des Vereins „Mühlen und Technik Wyhra e.V.“ das Fest rund um die Mühle mit einem Schleppertreffen von herrlichen Oldtimern, voran die „Lanz Bulldogs“ der verschiedenen Baureihen. Von den
Besuchern wurde reichlich von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich von Fritz und mir die 21 m abseilen zu lassen.
Mutige Kinder, Frauen und Männer von 6 bis 74 Jahren wollten den Adrenalinkick erfahren. Wir haben Samstag und Sonntag bei schönem Wetter viel Spaß gehabt und können einen Besuch der zukünftig weithin sichtbaren Windmühle nur empfehlen.
Unser Banner mit dem DAV-Logo grüßt an höchster Stelle gleich unter der Kappe ins Wyhrataler Land.
Jürgen Butze
Bericht über die Saisoneröffnung 2010 auf der Sulzenauhütte
Saisoneröffnung Sulzenahütte 2010
Im Verlaufe des Freitags vor dem ersten Juniwochenende trafen sich ein gutes Dutzend von Sektionsmitgliedern auf der Sulzenauhütte zum Saisonbeginn, neben Leipzigern auch unser erfahrener, ehemals Sulzenauer Hüttenwart Manfred Götz. Ich war das dritte Mal hintereinander dabei und außer einem kleinen harten Kern lernte ich schon wieder mir bis dahin persönlich noch fremde Sektionsmitglieder kennen. Die Fluktuation ist also groß, die Beteiligung weiterhin stabil. Schon der erste Hüttenabend diente dem Kennenlernen und Jan übergab dabei dem frisch vermählten Hüttenwirtsehepaar Rebecca und Norbert Schöpf ein Geschenkkorb der Sektion mit essbaren Leipziger Spezialitäten.
Die anliegenden Arbeiten betrafen hauptsächlich das Umfeld der Hütte, wenn man von diversen Reparaturen in der Hütte absieht. Letztere forderten aber speziell Meister der Sanitär- und Elektroinstallation und diese kamen aus dem Tal. Dabei wurde auch schon vor dem Wochenende die Turbine mit einem regenerierten Turbinenrad versorgt. Hier hatten sich Hüttenwart Sieghard und Friedhelm behilflich gemacht. Friedhelm arbeitet an einer Diplomarbeit, die den Ist-Zustand der Hütte und Vorschläge für mögliche Umbauten und Erweiterungen zum Gegenstand hat.
Die Freiwilligen aus Leipzig waren besonders von Brücken, Wegen und Schildern gefordert. Allerdings hatten wir hier, ebenso wie in Leipzig ein kaltes Frühjahr, der Mai war der kälteste seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen. Dieser klitzekleine Ausfall in der versprochenen Klimaerwärmung wurde für uns zum Problem. Recht viele, großflächige und starke Firnfelder, überdeckt von Neuschnee der letzten Wochen behinderten fast alle diese Außenarbeiten. Nur in tieferen Lagen, so z.B. beim Hüttenzustieg war dies nicht der Fall. Hier hatte aber der Frost mit seiner Sprengwirkung im Frühjahr wieder im gefürchteten Felssturzbereich über der Sulzenaualm unter dem Pfaffenknollen für Felssturz gesorgt. Zwar weniger als im letzten Jahr, aber trotzdem waren keine kleineren Blöcke abgestürzt und auf dem betroffenen Wegabschnitt musste aufgeräumt werden. Zwei große Blöcke konnten wegen Masse und flacher Lage nicht aus dem Wegebereich geräumt werden, sie müssen umgangen bzw. überschritten werden. Allerdings sollte hier nicht zuviel Aufwand getrieben werden, denn wir hoffen auf eine baldige Wegeverlegung.
Eine fünfköpfige Truppe machte sich am Samstag an den Brückenbau. Die Brücke nahe der Hütte bereitete keine Probleme, außer dass alle bei diesen Arbeiten auf keine eigenen Erfahrungen zurückgreifen konnten. Es dauerte etwas, aber ergab ein solides Produkt. Die zweite Brücke an der blauen Lacke war schon schwieriger. Der Schnee verbarg die Lager und als diese freigelegt waren, mussten sie mit geeigneten Blöcken auch noch ausgebessert werden. Der Brückenbautrupp sah sich auch die Stiegen an, die im vorigen Jahr von Uli Hahn gefertigt und an einem steilen Gletscherschliff auf dem Weg zum Peiljoch unter der SW-Wand des Großen Tröglers angeschraubt waren. Ihre Entfernung im letzten Oktober war nicht erfolgt, weil damit der Weg für Wanderer außerhalb der normalen Saison hier absolut beendet war. Der Winter hatte keinen Schaden angerichtet.
Am Samstag kam noch eine kleine Verstärkung. Thomas, Florian und Paul blieben bis Dienstag. So ergaben sich fast fließende Übergänge, weil Sieghard und Friedhelm schon einige Tage eher da waren als die Mehrheit und Antje und Jan auch noch fast eine Woche länger blieben. So konnten sich am Sonntag Thomas, Paul und ich in Richtung Grünausee aufmachen, um die zwei Brücken in dieser Richtung anzuschauen. Das Tal war in seiner Fläche überwiegend weiß und Gamaschen waren deshalb Pflicht. An den Standorten der Brücken waren in den zugeschneiten Bachsenken (bis 1,7 m Schnee) weder die Lager noch das beiseite gelegte Holz zu finden. Wir müssen noch zwei, drei Wochen mit dem Aufbau warten. Für Paul und Florian hatte der Hüttenaufenthalt noch eine besondere Bedeutung. Paul ist hier mit dem Thema seiner Bachelorarbeit zum Brandschutz und Florian zu seiner Masterarbeit über die Sanitär- und Elektroinstallation des Hauses beschäftigt.
Den Klettergarten nahmen Jürgen, Claudia und Andreas unter die Lupe. Die Routen wurden auf Zustand kontrolliert, die Beschriftung ausgebessert und vor Ort die Möglichkeiten der für die Outdoortage im Stubaital Anfang Juli angebotene Nutzung des Klettergartens überprüft.
Am Sonntagabend kletterten Norbert, Jan und Matthias den Übergschritt in Richtung Sulzenaualm etwas oder besser gesagt soweit es ging ab, um einen guten Überblick der westlichen Talseite mit dem Felssturzbereich und Flächen einer möglichen Neuverlegung zu haben. Der geplante Weg wurde am nächsten Vormittag mit dem 74-jährigen Bergführer Friedel und uns dreien mit rot markierten Holzpfählen abgesteckt. Friedel modifizierte den Verlauf nach den Forderungen des Geländes. Meine absolute Bewunderung für die Bergler, mit welcher Geschicklichkeit sie einen Latschenkieferbestand am Steilhang passieren! Das Ab- und Verbiegen der betretenen Äste ist eine absolute Forderung für das Gleichgewicht und forderte von mir den Einsatz beider Hände auf diesem schwammigen Untergrund.
Der markierte Pfad wurde eine Stunde später einem Lokalaugenschein durch das Naturschutzreferat der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck unterzogen. Erst einmal können wir Wohlwollen dieses Amtes für die Wegeverlegung konstatieren, müssen aber noch Karten, Zustimmungserklärungen und natürlich den offiziellen Antrag einreichen. Für den Bau muss auch noch eine sog. ökologische Bauaufsicht angestellt werden. Wir hoffen also, den Wegeumbau noch in dieser Saison zu realisieren. Der Weg würde damit etwa 200 m kürzer werden, was durch den Wegfall flacher Wegabschnitte zur Querung des Hanges erklärt ist. Die zu überwindende Höhe bleibt leider.
Am Dienstag (8.6.) blieben nur noch Antje und Jan auf der Hütte zurück, um sich für vier weitere Tage verschiedenen Aufgaben zu widmen: Weidezäune an der Trinkwassereinfassung, Korrekturen an der nunmehr schneefreien Brücke an der Blauen Lacke, Wilde-Wasser-Weg abgehen und ausbessern und die Seilsicherung nach den Gitterrosten auf dem Peiljochweg reparieren.
Nun kann die Saison beginnen. Der Bergwanderer wird noch Einschränkungen hinnehmen müssen, wie z.B. die noch nicht gesetzten Brücken. Aber so ist es eben in den Bergen. Für den 10. bis 17. Juli 2010 ist den nächste Arbeitseinsatz angekündigt. Wir hoffen, dass sich auch dazu genügend Freiwillige finden werden. Die Arbeiten, die dann anstehen, sind weniger an Saisoneröffnung bzw. –abschluss geknüpft, sondern dienen der langfristigen Wegeerhaltung.
Die Teilnehmer waren: Jürgen Becher, Kathrin Benedix, Antje Dötsch, Eric Effenberger, Ingo Etzel, Friedhelm Fabian, Gudrun Fiedler, Klaus Fiedler, Manfred Götz, Thomas Heuchel, Matthias Ladusch, Florian Müller, Sybille Schapner, Jan Thiele, Paul Thiele, Andreas Wappler, Sieghard Wetzel, Claudia Ziegelmann.
Dr. Matthias Ladusch
Oberpfälzer in der Sächsischen Schweiz
Ende April 2010 verbrachten Gäste aus der Oberpfalz mit Freunden erlebnisreiche Tage auf der Karl-Stein-Hütte. Sie waren so begeistert von der Felsenwelt und unserer Hütte, daß sie ihre Eindrücke und Erlebnisse in einem
Zeitungsbericht ("Der Neu Tag" vom 31. Mai 2010) zusammenfaßten.
1. Stubaier Outdoor Days in Neustift
Der Tourismusverband Stubaital organisiert in diesem Jahr am 03. und 04. Juli zum ersten Mal die Stubaier Outdoor Days. Den Besuchern werden durch ausgebildete Bergführer die schönsten Plätze und Naturattraktionen im Stubaital näher gebracht. Dabei kommt auch die aktive Betätigung nicht zu kurz. Neben einem umfangreich ausgestatteten Testcenter in Neustift, wo die neueste Ausrüstung zum Testen zur Verfügung steht, werden vielfältige Touren für Wanderer und Mountainbiker aller Altersgruppen angeboten. Auch auf den Hütten des Tales sind vielfältige Aktivitäten geplant. Auf der Sulzenauhütte wird Klettertraining im Sommerklettergarten, auf dem Übungsklettersteig, der Flying Fox, eine naturkundliche Exkursion und die Schatzsuche in Form des Geocachings angeboten. Alle Veranstaltungen auf der Sulzenauhütte finden unter fachkundiger Anleitung von Mitgliedern unserer Sektion statt. Weitere Informationen erhaltet ihr im
Programm der 1. Stubaier Outdoortage und auf der
Website des Tourismusverbandes Stubaital.
01. Juni 2010
Dr. A. Wappler
Gipfelsperrungen in der Sächsischen Schweiz 2010
Der SBB hat eine Zusammenstellung der
zeitweiligen Kletterverbote 2010 in der Sächsischen Schweiz veröffentlicht. Neben diesen Einschränkungen existieren
weitere zeitweilige und ständige Kletterverbote.
Alle Kletterer, aber auch die Wanderer, sind aufgefordert, diese Einschränkungen im Interesse der Erhaltung dieses einzigartigen Gebirges mit seiner Flora und Fauna zu akzeptiern.
Sächsische Meisterschaften im Sportklettern und Stadtmeisterschaften Leipzig 2010
Am 17. April findet im No Limit der erste Wettkampf zu den Sächsischen Meisterschaften im Sportklettern statt. Gleichzeitig wird dieser Wettkampf als Leipziger Stadtmeisterschaft gewertet. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Wettkämpfen soll es dieses mal vier Qualirouten und eine Finalroute geben. Wir stützen uns dabei auf die guten Erfahrungen die wir im letzten Jahr bei den Landesjugendspielen sammeln konnten. Die Ausschreibung habe ich mal angefügt.
Für die Organisation suchen wir noch Sicherungsleute und Routenrichter und weitere Helfer die uns an diesem Tag von 8 Uhr bis ca. 16 Uhr unterstützen können. Natürlich wäre es auch schön, wenn der eine oder andere Nachwuchssportler(in) teilnehmen würde. Ich würde mich jedenfalls freuen.
Desweiteren möchte ich die Gelegenheit nutzen um für Helfer für ein zweites Großevent zu werben. Am 27. und 28. November 2010 finden in Leipzig die Deutschen Meisterschaften im Sportklettern statt. Auch hierfür werden jede Menge Helfer benötigt. Ich weiß zwar das noch ein gutes halbes Jahr Zeit bis zu diesem Termin ist, aber vielleicht kann sich der eine oder andere schon mal ein Kreuz in seinen Kalender machen. Wer uns unterstützen kann, möge sich bei mir melden und wer gerne starten möchte ebenfalls.
Frank Linke
Sperrung Elberadweg
Wegen der Witterung verschiebt sich der Baubeginn auf den 06. April 2010. Der Radweg wird
voraussichtlich für 6 bis 8 Wochen zwischen Rathen und Wehlen wegen Erneuerung der Schwarzdecke und von Stützwänden komplett gesperrt sein.
Eine Befahrung des Weges ist während dieses Zeitraumes nicht möglich.
Hilfe für die Karl-Stein-Hütte!

Der Einbau einer neuen energie- und
umweltfreundlichen Brennwerttherme hat es uns
ermöglicht, den frei gewordenen Schornsteinzug
für unsere neueste Errungenschaft,
einen Kaminofen im Aufenthaltsraum,
zu nutzen.
Sieht doch toll aus und ist urgemütlich.
Hat aber immer reichlich Hunger!
Wer kann uns kostenlos bis kostengünstig
geeignetes Kaminholz liefern?
Meldungen bitte an den Hüttenwart Mathias
Berthelmann (
m.berthelman@alpenverein-leipzig.de oder 01 77-8 54 83 52).